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Ein Unfall oder eine ernsthafte Erkrankung: wer längerfristig seiner beruflichen Tätigkeit nicht nachgehen kann, ist auf die finanzielle Absicherung seiner Existenz angewiesen. Arbeitnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine Lohnfortzahlung von mindestens 6 Wochen. Selbständige und Freiberufler sind dagegen vom ersten Tag an auf sich allein gestellt. Insbesondere für Einzelunternehmer, die ausschließlich auf ihre Arbeitskraft angewiesen sind, empfiehlt sich der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung.

Damit eine lange Krankheit nicht den Ruin bedeutet, sollten alle Berufstätigen mit gesetzlichem Krankengeld, privatem Krankentagegeld oder einer Kombination vorsorgen. (Quelle: Stiftung Warentest 06/2018)


Krankentagegeldversicherung

Krankentagegeld für Selbständige und Freiberufler

Selbst und ständig! So lautet das Motto der meisten Selbständigen und Freiberufler. Eine Erkältung oder ein Schnupfen halten nicht von der Arbeit ab. Ist man wider Erwarten dann plötzlich doch mal längerfristig außer Gefecht gesetzt, sollte der Verdienstausfall über eine Krankentagegeldversicherung aufgefangen werden. Bereits ab dem 8. Tag ist der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung möglich, jedoch auch entsprechend teuer in der Prämie. Das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis einer Krankentagegeldversicherung findet sich ab dem 29. oder dem 43. Tag. Die ersten 4 bis 6 Wochen empfiehlt es sich im Ernstfall die Lebenshaltungskosten aus finanziellen Rücklagen zu decken. Sofern solche Rücklagen z. B. bei Existenzgründern noch nicht vorhanden sind, sollte die Krankentagegeldversicherung bereits ab dem 22. Tag, also nach der 3. Woche anfangen zu leisten. 

Die Höhe der Absicherung bemisst sich bei Selbständigen und Freiberuflern am Gewinn. In diesem Zusammenhang ist das Bereicherungsverbot zu beachten. Je nach Anbieter können in der Regel 75% des Gewinns abgesichert werden. Beträgt der jährliche Gewinn beispielsweise 50.000,- EUR, wäre ein Krankentagegeld in Höhe von 100,- EUR pro Tag empfehlenswert. Auf den Monat bezogen entspricht das einer Absicherung von 3.000,- EUR. Das Krankentagegeld ist steuerfrei.

Krankentagegeld für Arbeitnehmer

Im Krankheitsfall sind Arbeitnehmer in Deutschland die ersten 6 Wochen über ihren Arbeitgeber abgesichert. Das bedeutet 100%ige Lohnfortzahlung für die ersten 42 Tage. Das ist gesetzlich verankert. Einzelne Unternehmen bieten ihren Beschäftigten eine Lohnfortzahlung darüber hinaus an, in Ausnahmefällen sogar bis zum 364. Tag. Im Anschluss an die Lohnfortzahlung leistet entweder das Krankengeld der gesetzlichen Krankenkasse oder sofern vereinbart, die Krankentagegeldversicherung einer privaten Krankenversicherung. 

Das Krankengeld der gesetzlichen Krankenkasse ersetzt das Nettogehalt nur anteilig. Maximal 70% vom Bruttogehalt, aber nicht mehr als 90% vom Nettogehalt: der geringere Wert wird abzüglich der Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung von der gesetzlichen Krankenkasse als Krankengeld ausbezahlt. Der Höchstbetrag bemisst sich anhand der Beitragsbemessungsgrenze (4.425,- EUR im Jahr 2018) und beläuft sich im Jahr 2018 auf ca. 90,- EUR pro Tag. Insbesondere Gutverdiener müssen so beim Krankengeld mit erheblichen Abschlägen gegenüber ihrem Nettogehalt rechnen. Diese finanzielle Lücke empfiehlt es sich mit einer privaten Krankentagegeldversicherung zu schließen. 


Im Gegensatz zur privaten Krankentagegeldversicherung, die zeitlich unbegrenzt leistet bis ein Arzt „Berufsunfähigkeit“ feststellt, wird das Krankengeld der gesetzlichen Krankenkasse für maximal 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren gezahlt.

Krankenhaustagegeld

Die private Krankenversicherung bietet neben der Krankentagegeldversicherung auch die Krankenhaustagegeldversicherung an. Die Krankenhaustagegeldversicherung leistet bereits ab dem ersten Tag, jedoch nur für die Dauer eines Krankenhausaufenthaltes. Sobald man das Krankenhaus verlässt, wird die Zahlung eingestellt. Glücklicherweise kommt ein Krankenhausaufenthalt eher selten vor. Die durchschnittliche Verweildauer eines Krankenhausaufenthaltes in Deutschland lag im Jahr 2016 bei 7,3 Tagen. Aufgrund der beiden vorgenannten Gründe lohnt sich das Preis-Leistungs-Verhältnis einer Krankenhaustagegeldversicherung nicht.
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