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Die Absicherung der Pflege gehört zu den größten Herausforderungen im Gesundheitswesen, seit die Menschen immer älter werden. Aus dieser im Grunde sehr erfreulichen demographischen Entwicklung können schnell unüberschaubare finanzielle Risiken erwachsen. Wer plötzlich zu einem Pflegefall wird, ist mit Kosten konfrontiert, die sehr schnell Einkommen und Ersparnisse aufzehren können, denn sowohl die staatliche, als auch die private Pflegeversicherung übernimmt nur Basisleistungen, die bei weitem nicht ausreichen, um ein angemessenes Pflegeniveau im Alter sicherzustellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ambulant oder stationär gepflegt wird. Diese Deckungslücke der gesetzlichen und privaten Pflegeversicherung muss jeder schließen – das betrifft auch Jüngere, denn bevor der Staat für Kosten der Pflege einsteht, werden zuerst die Kinder im Rahmen des Elternunterhaltes herangezogen. Die private Pflegezusatzversicherung bietet im Wesentlichen drei Modelle an. Welches davon das Beste ist, hängt mit der individuellen Gesundheits- und Vorsorgesituation des Versicherten zusammen. Die Pflegezusatzversicherung kann eine Pflegetagegeldversicherung, eine Pflegekostenversicherung oder eine Pflegerentenversicherung sein.

Eine private Pflegetagegeldversicherung ist für viele Menschen eine wichtige Ergänzung. Die Basis der Pflege bildet die gesetzliche Pflegeversicherung. (Quelle: Stiftung Warentest "Pflegezusatzversicherung")

1. Modell
Wenn die Pflegezusatzversicherung in Form eines Tagegeldes abgeschlossen wird, dann leistet die Versicherung im Pflegefall einen festen Satz unabhängig von den konkreten Leistungen, die in der Pflege notwendig sind. Die konkrete Höhe dieses Satzes ist davon abhängig, welche Pflegestufe festgestellt wurde und in welcher Höhe der Versicherte Beiträge gezahlt hat. Die Pflegetagegeldversicherung ist damit besonders für die Finanzierung der privaten Pflege zu Hause geeignet, um Einkommenseinbußen pflegender Angehöriger zumindest teilweise aufzufangen und damit eine häusliche Krankenpflege überhaupt erst ermöglicht. Für Menschen mit erheblichen gesundheitlichen Beschwerden empfiehlt sich eine Pflegetagegeldversicherungen in Form einer staatlich geförderten Police, der sogenannten Pflege-Bahr, die ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden kann. In diesen förderfähigen Tarifen sind Mindestleistungen vorgeschrieben. Der Vorteil ist, dass sich der Versicherer um die Modalitäten der Förderung kümmert und der Versicherte weiter nichts tun muss.

2. Modell
Die Pflegezusatzversicherung als Pflegekostenversicherung ist für solche Fälle der Pflege konzipiert, bei denen nicht etwa Angehörige, sondern kommerzielle Pflegedienste eingesetzt werden. Diese Variante der Pflegezusatzversicherung stockt die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung um einen gewissen Prozentsatz auf, um Kosten für Pflegedienste anteilig mitzufinanzieren. Kosten für Verpflegung oder Unterkunft werden in diesem Versicherungsmodell jedoch nicht erstattet. Für Pflegekostenversicherungen gilt bei den meisten Versicherern ein Höchstalter zwischen 50 und 65 Jahren bei Versicherungsbeginn.


Die reinen Pflegebahr-Tarife reichen in keinem Fall als Absicherung. Sie kommen höchstens für Menschen mit Vorerkrankungen infrage, die sonst vermutlich keine Pflegezusatzversicherung abschließen könnten. (Quelle: Stiftung Warentest "Pflegezusatzversicherung")

3. Modell
Die dritte Variante der Pflegezusatzversicherung ist die Pflegerentenversicherung. Anders als bei der Pflegekosten- und der Tagegeldversicherung leisten die Versicherer bei diesem Typ der Pflegeversicherung einen festen monatlichen Betrag, sobald die Pflegebedürftigkeit festgestellt wurde. Die Versicherten können frei entscheiden, ob das Geld für häusliche, ambulante oder stationäre Pflege verwendet wird.

Fazit

Wer eine private Pflegezusatzversicherung abschließen will, muss vorher überlegen, welches der drei Modelle für die eigene Situation das Beste ist. Wer beispielsweise bei der Gesundheitsprüfung für die Pflegeversicherung viele Vorerkrankungen angeben muss, fährt mit einer staatlich geförderten Pflegezusatzversicherung vermutlich besser. Auch Kombinationen verschiedener Typen sind möglich. Wichtig ist bei allen Varianten jedoch, dass Versicherte den Beitrag für die Pflegeversicherung stets bezahlen müssen. Denn wenn Beitragszahlungen ausbleiben, ist die Pflegezusatzversicherung auch nicht mehr zur Leistung verpflichtet.

Die gesetzliche Pflegeversicherung bleibt trotz der 2015 gestiegenen Pflegesätze nur eine Teilkaskoversicherung. Wer im Alter nicht sein Vermögen aufzehren will oder auf seine Kinder oder das Sozialamt angewiesen sein möchte, kann mit einer privaten Pflegezusatzversicherung vorsorgen. (Quelle: Stiftung Warentest "Pflegezusatzversicherung")


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