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Krankenzusatzversicherung: Vergleich und Überblick

Schon seit Jahren übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung immer weniger Leistungen. Um diesen Leistungsschwund aufzufangen, haben gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, eine private Zusatzversicherung abzuschließen, wenn sie die medizinischen Leistungen nicht aus der eigenen Tasche bezahlen wollen. Denn je nachdem, welche Elemente die Krankenzusatzversicherung beinhaltet, erhalten gesetzlich Versicherte hier ähnliche Leistungen wie Privatpatienten. Sie können sich mit einer Zusatzversicherung beispielsweise die Behandlung durch den Chefarzt oder einen Heilpraktiker oder eine bessere Unterbringung in der Klinik sichern.

Wie werden die Beiträge und Kosten für die Krankenzusatzversicherung berechnet?

Wie hoch die Beiträge für die private Zusatzversicherung angesetzt werden, richtet sich ähnlich wie bei der privaten Krankenvollversicherung nach verschiedenen Faktoren. Neben dem individuellen Gesundheitszustand der Versicherungsnehmer sind vor allem das Eintrittsalter und die Leistungen der Zusatzversicherung maßgeblich. Weil mit zunehmendem Alter auch Krankengeschichte und Krankheitsrisiko wachsen, sind die Kosten für die private Zusatzversicherung umso günstiger, je jünger die Versicherungsnehmer sind.

Eine Leistung, zwei Tarife

Wer eine Krankenzusatzversicherung abschließen möchte, muss üblicherweise eine Gesundheitsprüfung über sich ergehen lassen. Der Antragsteller muss den Versicherer hierbei über Unfälle, Vorerkrankungen und Krankenhausaufenthalte informieren. Diese Angaben müssen wahrheitsgemäß und gewissenhaft gemacht werden, weil es sonst gegebenenfalls zu Problemen bei der Leistungsabrechnung führen kann. Es gibt allerdings auch eine Krankenzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung, wie es beispielsweise bei der Auslandskrankenversicherung möglich ist. Weil der Versicherer hier jedoch ein höheres Risiko eingeht, sind die Tarife üblicherweise höher als bei der Zusatzversicherung mit Gesundheitsprüfung.

Darüber hinaus bieten die Versicherungsunternehmen zwei unterschiedlich kalkulierte Tarifmodelle an: Bei der klassischen Krankenzusatzversicherung werden sogenannte Altersrückstellungen gebildet, sodass der zu zahlende Beitrag auch im Alter nicht nennenswert ansteigt. Die entsprechenden Beiträge sind jedoch höher, als es bei Tarifen ohne Altersrückstellungen der Fall ist. Hier steigen die Beiträge jedoch mit zunehmendem Alter an. Sie lohnen sich also nur für Personen, die eine zeitlich befristete private Zusatzversicherung benötigen. 



Welche Leistungen bietet die private Zusatzversicherung?

Die Patienten profitieren bei der Krankenzusatzversicherung von einem Leistungskatalog, der sich an der privaten Krankenvollversicherung orientiert. Sie erhalten neben besseren Behandlungen auch günstigere zusätzliche Leistungen und müssen selbst weniger zuzahlen. Beim Leistungskatalog der Zusatzversicherung können die Versicherungsnehmer üblicherweise folgende Leistungen auswählen: freie Krankenhauswahl und Unterbringung in der Klinik, Brillen- oder Zahnzusatzversicherung, Inlays sowie Auslandsschutz. Auch Leistungen durch einen Heilpraktiker sowie alternative Heilmethoden lassen sich durch die Zusatzversicherung abdecken.
Die Versorgung im Krankenhaus spielt für die private Zusatzversicherung insofern eine wichtige Rolle, als die gesetzliche Krankenkasse lediglich die Kosten für die Regelversorgung trägt, falls der Patient in einem Mehrbettzimmer liegt und lediglich der zuständige Stationsarzt die Behandlung übernimmt. Die Patienten müssen hier außerdem eine Zuzahlung von 10 Euro je Tag des Krankenhausaufenthaltes leisten.
Zudem haben Patienten mit Krankenzusatzversicherung die Möglichkeit, dass sie bei niedergelassenen Ärzten den Status eines Privatpatienten genießen. Das bedeutet neben kürzeren Wartezeiten im Wartezimmer auch deutlich umfangreichere Behandlungsmöglichkeiten. Aber auch bei Medikamenten, Krankengymnastik, Massagen und Physiotherapie und Naturheilverfahren gibt es durch die private Versicherung eine Kostenerstattung. 
Allerdings sind nicht alle Leistungen, die zusätzlich für die Versicherungsnehmer angeboten werden, im Einzelfall auch sinnvoll. Wer eine Zusatzversicherung abschließen möchte, sollte sich deshalb im Vorfeld einige Fragen stellen:

Die wichtigste Frage lautet natürlich, ob die Krankenzusatzversicherung auch wirklich alle Leistungen abdeckt, die der Versicherungsnehmer benötigt. Wichtig in diesem Zusammenhang ist natürlich auch die Frage, ob sich der Versicherungsnehmer die monatlichen Kosten für die Police wirklich leisten kann oder ob es nicht sinnvoller ist, den Betrag, der beispielsweise für eine aufwendige Zahnbehandlung notwendig ist, selbst anderweitig anzusparen.
Wichtig ist außerdem, ob durch die gewählte private Zusatzversicherung ein eventueller Verdienstausfall abgesichert ist. Hier lohnt sich ein Vergleich zwischen der Krankenhaustagegeld- und der Krankentagegeldversicherung.

Gegebenenfalls sind die Leistungen, welche die gesetzliche Krankenversicherung in ihren Wahltarifen bietet, möglicherweise im Einzelfall günstiger als eine zusätzliche Versicherung. Auch hier lohnt sich also ein Vergleich.
Und schließlich stellt sich die Frage, bei welchem Anbieter eine private Zusatzversicherung abgeschlossen werden soll. Zwar empfehlen die gesetzlichen Krankenkassen oft private Anbieter, jedoch lohnt es sich, diese Angebote mit jenen auf dem freien Markt zu vergleichen.

Insgesamt hat der Versicherungsnehmer vielfältige Wahlmöglichkeiten bei der Krankenzusatzversicherung. Beispielsweise reichen die Leistungen im Zahnbereich von der professionellen Zahnreinigung bis hin zur Erstattung von hochwertigem Zahnersatz wie Kronen und Inlays. Sind Kinder in der Zusatzversicherung mitversichert, kann auch das Risiko kieferorthopädischer Maßnahmen abgesichert werden.

Wichtig: der Versicherungsschutz im Ausland

Empfehlenswert für gesetzlich Krankenversicherte ist es, vor einer Reise ins Ausland eine Auslandsreisekrankenversicherung als private Zusatzversicherung abzuschließen. Damit sichern sie sich auch im Ausland eine gute medizinische Versorgung und selbst die Kosten für den Rücktransport bei einer akuten Erkrankung sind abgedeckt. Denn grundsätzlich genießen gesetzlich Versicherte keinen Versicherungsschutz. Eine Ausnahme gibt es nur in einigen europäischen Ländern, mit welchen Kooperationsabkommen bestehen. 

Und wie sieht es mit den Kosten für die Pflege aus?

In Bezug auf die Pflegekosten sind die Leistungen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung identisch: Beide erstatten im Pflegefall lediglich rund 50 Prozent der Kosten. Diese Versorgungslücke lässt sich allerdings mit einer privaten Pflegezusatzversicherung schließen. 

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